Corona regiert die Welt

27.04.2020 15:00

Corona hat die Welt im Griff

...aber der Campus macht weiter - im HomeOffice.

Unser  Teilnehmer, Gregor Kock, der künstlerisch sehr begabt ist und nach der Maßnahme Berufsbildungsbereich als Künstler arbeiten möchte, setzt sich auch zuhause intensiv mit den aktuellen Themen auseinander.  Er erhielt  von mir folgenden Arbeitsauftrag:

Male, zeichne, oder erstelle ein Bild oder eine Collage zu den aktuellen Ereignissen. Alle Materialien dürfen verwendet werden. Ziel der Aufgabe: Gestalte wie Du möchtest und lasse deiner Kreativität freien Lauf; getreu dem Campus Motto:  "Mach was du kannst!". Das Ergebnis, dem Gregor den Titel "CORONA REGIERT DIE WELT" gegeben hat, finde ich sehr treffend. Wir sind gespannt auf sein nächstes Werk.

Sophia Orfano - LernCoach

 

In den folgenden Artikeln beschreiben Teilnehmer und Mitarbeiter des Campus Uhlenhorst, ihre Sichtweise und Erfahrung in dieser ungewöhnlichen Zeit.

 

____________ 24.04.2020

Corona Zeit

Ich bin eigentlich den ganzen Tag mit Inge und Kai meinen Eltern hier zu Hause. In den ersten Wochen habe ich immer bis 9:00 Uhr geschlafen und danach in den Wochen habe ich mal bis 7:30 Uhr und mal bis 8:00 Uhr geschlafen. Jetzt schlafe ich immer bis 7:30 Uhr und am Wochenende natürlich länger.

Ich beschreibe dann jetzt mal meinen Tagesablauf:

Morgens stehe ich um 7:30 Uhr auf, mache mich frisch, frühstücke und spiele mit Inge eine Runde Tischkicker. Danach setze mich direkt an meine Schulsachen. Dann mach ich die, bis Fr. Thomsen oder Fr. Geiger oder wer auch immer mich dann anruft. Manchmal wenn ich gerade Lust habe koche ich mit Inge zusammen unser Mittagessen.  Manchmal darf ich auch in meinem Zimmer bis zum Aufdecken chillen. Anschließend essen wir dann mit Kai meistens auf unsere Terrasse, weil so schönes Wetter ist. Manchmal gibt es noch Nachtisch: Obstsalat (manchmal mit Vinetta Eis) lecker.

Anschließend dürfen Inge und ich in unsere Mittagspause gehen (Wohlverdient, weil wir ja beide morgens schon sehr fleißig waren) Kai ist auch fleißig aber er geht nach dem Essen wieder an die Arbeit in sein Kellerbüro. Nachmittags fahren Inge und ich manchmal eine kleine Runde mit dem Fahrrad um uns auszupowern. Hinterher fahren wir manchmal noch zu „EisArt“ und   bestellen per Anruf unser Eis. Dann kriegen wir gesagt wie viel es kostet. Dann bezahlen wir, und kriegen unser Eis im Eis Paket in Zeitung eingepackt raus gereicht. Das ist auch eins meiner Highlights.

Wir fahren dann immer zu einer Bank in die Sonne und genießen unser Eis. Am Dienstag 21.04. z.B., hatte Inge Stracciatella und ich hatte eine Kugel Schokolade mit bunten Streuseln. Das war richtig lecker und wir hatten es auch sehr gemütlich auf unserer Bank. Wenn wir dann zurück kommen chille ich meistens in meinem Zimmer, höre eine CD, male, schreibe ausgedachte Geschichten, und lese in meinen Büchern.
Manchmal, wenn wir Lust haben und Kai auch schon seine Arbeit beendet hat, machen wir noch eine kleine Teestunde, also trinken Tee und essen Kuchen, wenn wir entweder einen gebacken haben oder wenn wir einen gekauften hier haben. Mal gehen Inge und ich morgens Walken, wie z.B.am 17.04.2020.   

Da ja im Moment kein Zirkustraining bei „TriBühne“ (meinem Zirkus in Altona) ist, mache ich stattdessen mein privates Zirkustraining mit Inge. Ich bringe ihr z.B. Jonglieren mit Tüchern bei, und Diabolo spielen. Das machen wir eigentlich jeden Freitag.

Bei Instagram gibt es „Zu Hause TriBühnieren“. Es gibt dort immer coole Aufgaben z.B. sein eigenes Zirkusmaterial basteln, Vorübungen zum Handstand und Radschlagen (also man braucht einen Haufen Wäsche und den sortiert man mit den Füßen. Man braucht ja Kraft in den Füßen zum Handstand und Radschlagen), Lufttraining am Trapez, mit einem Stift im Mund ein Zirkuszelt malen. Das sind die Aufgaben, die ich noch weiß.

Ich habe noch ein paar mehr Highlights:

Lagerfeuer mit Inge und Kai im Garten, ein Corona spiel was ich in der taz am Wochenende gefunden habe spielen, natürlich auch mit Inge und Kai. Wir spielen natürlich auch noch andere Spiele: „Kniffel“, „Phase10“ manchmal „Mensch Ärgere dich nicht“ und „Skip-Bo“. Mehr Spiele fallen mir gerade nicht mehr ein.

Am meisten vermisse ich den Campus. Ich habe zwar meine Freunde und ein paar Lerncoaches wie Frau Geiger, Frau Thomsen, Frau Lange, Frau Wolfgang, Frau Engelbrecht und Herrn Lorenz auf WhatsApp.  Aber das ist ja nun mal was völlig anderes, als wenn wir uns normal im Campus sehen.     

Meinen Zirkus vermisse ich natürlich auch. Natürlich habe ich auch meine Freunde vom Zirkus auf WhatsApp, also Frederike, Catharina, Maria, Flora, Carolin. Das ist ja auch was völlig anderes, als wenn wir uns beim Zirkus alle sehen können.

Meine Mädchengruppe vermisse ich natürlich auch ziemlich doll (ich muss aber jetzt nicht weinen deswegen), weil eigentlich sollte es im Juni vom 5. bis 7.6 2020 auf Mädchengruppenreise gehen. Die musste natürlich auch wegen diesem BLÖDEN Virus abgesagt werden. LEIDER!!!!! Die Treffen am 29.3.2020, 26.4. 2020 und auch am 10. 5.2020, konnten gar nicht stattfinden. Im August wäre das nächste Treffen. Dann im September wieder, im Oktober das nächste, im November und dann das letzte Treffen für dieses Jahr im Dezember, bis dahin kann sich bitte noch viel getan haben.  

Das einzige, was ich beobachtet habe, ist, dass es halt eine sehr, sehr komische Zeit ist.  

Ja, besonderes erlebt habe ich vielleicht. Dass jetzt alles anders ist als vorher, dass man sich jetzt plötzlich nicht mehr einfach so verabreden kann, mit den Freundinnen, die man liebhat. Zum Schwimmen kann man auch nicht gehen mit seinen Freunden, nicht ins Kino, nicht mal zum Übernachten, nicht mal die Hand geben oder sich streicheln, was wir so gerne mögen.

Ich finde diese BLÖDE Zeit, die natürlich auch irgendwie Grund hat, soll abgeschafft werden und zwar schnell!!!  Die Idee mit diesem Mundschutz hat natürlich auch einen Grund, aber sollte auch abgeschafft werden! Schnell !!!!

HOFFENTLICH IST BALD ALLES WIEDER NORMAL!!!!!!

Text von Hannah K.                  

____________ 23.04.2020

Corona – zu Hause

Mit dem Corona-Virus geht es mir eigentlich nicht so gut. Mir fehlt die direkte Unterstützung bei meinen Aufgaben. Außerdem vermisse ich den Campus sehr doll. Ich möchte so gerne meine Freunde treffen, aber wegen dem Virus geht das nicht und, dass man nur telefonieren kann, ist irgendwie blöd. Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn man wieder zum Campus gehen kann, wo ich die Lerncoaches und die Mitschüler wieder treffen kann und auch Herrn Fritze. Ich frage mich, ob es wohl eine Mundschutzpflicht gibt, wenn die Schule wieder los geht.

Leonie P.

____________ 22.04.2020

Home-Office am Campus Uhlenhorst

Moin moin liebe Leserinnen und Leser.

Der Campus Uhlenhorst ist derzeit durch die Corona Krise geschlossen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen von Zuhause arbeiten. Nur wie sieht der Alltag der Teilnehmer im Home-Office aus? Wie funktioniert die Kommunikation zwischen Teilnehmern und Lerncoaches? Und wie kommen die Teilnehmer an neue Aufgaben? Das alles und noch viel mehr werde ich hier für Sie zusammenfassen.

Die momentane Situation ist für uns alle eine große Herausforderung. In der gesamten Geschichte des Campus Uhlenhorst gab es noch nie eine Home-Office Phase. Die Teilnehmer stehen im ständigen Kontakt zu ihren Lerncoaches. Mindestens alle zwei Tage rufen die Lerncoaches ihre Teilnehmer an und versorgen sie mit neuen Aufgaben. Per Post, per E-Mail, mit SMS oder über Soziale Medien wie WhatsApp. Die Aufgaben variieren je nach Leistung und Können des Teilnehmers. Wenn eine Aufgabe zu leicht oder zu schwer ist, wird dies schnell kommuniziert. Jeder Teilnehmer bekommt Aufgaben zur allgemeinen Bildung (Mathe und Deutsch) und theoretische Aufgaben zum Praktikum. In meinem Fall sind das Aufgaben aus den Berufen der Hotellerie und Gastronomie, da ich derzeit eine Langzeiterprobung in der internationalen Hotelkette Motel One absolviere (während der Home-Office Phase pausiert) und nach meiner BBB Maßnahme dort voraussichtlich übernommen werde. Für die Teilnehmer im BBB (Berufs-Bildungs-Bereich) ist es aus Gründen der Berufsbildungs-Maßnahme wichtig, dass ihre berufliche Bildung trotz Home-Office nicht vernachlässigt wird. Von den Lerncoaches werden die Teilnehmer auch diesbezüglich mit theoretischen und praktischen Aufgaben versorgt. Diese Aufgaben sind abhängig vom Können der Teilnehmer. Durch die Home-Office Phase haben die Teilnehmer einen anderen Tagesablauf. Diese sind natürlich unterschiedlich.

Wir alle hoffen, dass der Campus Uhlenhorst bald wieder öffnen kann. In Namen aller Teilnehmer wünsche ich ihnen viel Kraft in dieser besonderen Situation und bleiben sie Gesund.

Freundliche Grüße aus dem Home-Office,

Ihr Leonhard S. - Absolvent des Berufsbildungsbereiches im 2. Jahr.

____________ 17.04.2020

Corona Bericht

Ich bin seit dem 16ten März im Home-Office. Ich arbeite an meinen Deutsch-und Mathe Aufgaben und mache einmal die Woche ein Kochvideo. Damit lerne ich, wie man richtig kocht. 
Mir geht es zum Glück sehr gut. Am Anfang fühlte es sich etwas komisch an auf einmal von zuhause aus zu arbeiten. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, Home-Office zu machen.
Für mich hat sich vieles verändert. Ich kann nicht mehr in mein Lieblings Restaurant und Bar gehen, ich kann mich nicht mehr mit meinen Freunden treffen und auch nicht mehr feiern gehen. Ich musste mein Praktikum im Via Cafélier abbrechen und muss auf mein Judo Training verzichten. Für Hamburg hat sich das gewohnte Leben komplett verändert.  Auf die täglichen Dinge des Alltags wie z. B. Händeschütteln oder enger Körperkontakt muss verzichtet werden. Viele Unternehmen in Hamburg, Deutschland und auf der ganzen Welt haben durch die Corona-Krise Existenzängste oder haben für ihre Mitarbeiter Kurzarbeitsgeld beantragt.
Ich vermisse am Campus Uhlenhorst besonders die Kurse und das gut gekochte Mittagessen.

-BBB - Teilnehmer-

____________ 17.04.2020

Lennard berichtet aus seiner Corona-Zeit

Wo bist du in diesen Tagen? Bist du zu Hause? Und wer ist da mit dir in der Wohnung?

Ich war fünf Wochen bei meinem Opa in Lübeck und bin da geblieben, weil mein anderer Opa und meine Mutter sich nicht anstecken sollten. Dann hat netterweise eine Freundin mich vor der Tür abgeholt von meinem Lübecker Opa und dann hat die Freundin mich nach Hause gefahren.
In Lübeck war mein Opa, und hier in Hamburg sind meine Eltern und mein anderer Opa.

Schläfst du länger als sonst? Was machst du so den ganzen Tag über? Gibt es manchmal Highlights für dich? Was vermisst du am meisten?

Ja, ich schlafe immer bis 7. Sonst musste ich immer schon um 5:20 Uhr aufstehen, wenn Schule war. Ich ruhe mich aus, mache Aufgaben und Spiele den Nachmittag ein bisschen an meiner PS4. Ab und zu gehe ich mit meinem Opa spazieren. Manchmal helfe ich, den Einkauf nach Hause zu tragen.
Meine Highlights sind Entspannung und mit meinen Freunden an der PS4 spielen.
Ich vermisse meinen Opa in Lübeck, aber am meisten vermisse ich das Fußballspielen am Mittwoch Nachmittag.

Hast du etwas besonderes erlebt oder beobachtet, seitdem es diese Corona-Zeit gibt?

Nö.

Findest du, dass es nur Nachteile gibt in der Corona-Zeit? Oder gibt es auch etwas Positives?

Mir fällt nichts Positives ein.

Autor: Lennard T.

____________ 17.04.2020

Und wie geht es Max? Hier sein Bericht in Leichter Sprache

Ich bin auch wie alle anderen jetzt zuhause. Ich bearbeite Tag für Tag die Aufgaben vom Campus. Ich versuche mich, so gut es geht, mit Musik und Serien abzulenken. Zweimal pro Woche mache ich sogar Telesport, das ist Sport nur eben übers Telefon und nicht mit mehreren Personen. Es ist nicht leicht für uns gerade, aber wenn man das Beste aus seinem Tag macht, ist man hinterher stolz auf sich!! Ich vermisse die Zeit am Campus. In diesem Sinne bleibt gesund und bleibt zuhause!! Diese Zeit ist irgendwann auch vorbei.

Geschrieben von Max He.

 

____________ 16.04.2020

Lieber Sonne im Herzen als einen Schatten auf der Lunge

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen ...

... als Lerncoach am Campus-Uhlenhorst habe ich zu Zeiten der Corona-Krise natürlich auch Home-office ausprobiert. Ich muss sagen, mich begeistert es so rein gar nicht. Mir fehlt der Arbeitsweg mit dem Fahrrad durch die Stadt und das in-Bewegung-sein in unseren verschiedenen Unterrichts- und Arbeitsräumen. Deshalb habe ich mich entschieden, die Arbeit weitestgehend wieder an den Campus zu legen. Nun ist der Campus ohne Teilnehmer*innen aber auch ein trister Ort, denn das wichtigste fehlt: all die quirligen Schüler*innen und Teilnehmer*innen des Berufsbildungsbereiches, die diesen Ort auf ihre ganz eigene Weise besonders machen und mit Leben füllen. Ich freue mich, sie dennoch Tag für Tag alle hier zu sehen – trotz Corona, denn ihre Portraits schmücken den Eingangsbereich. Zugegebener Weise nur ein schwacher Trost, aber immerhin! Seit der Schulschließung vor mehr als vier Wochen stehen wir täglich in Kontakt, nicht direkt natürlich, sondern mittels Telefon, Skype, SMS, WhatsApp und – voll retro – auch per Post. Eine Herausforderung für uns alle, die wir die leibhaftigen, realen Begegnung bevorzugen. Aber bekanntlich wächst ja der Mensch mit seinen Aufgaben, wir werden immer findiger und sicherer im Umgang und in der Nutzung der verschiedenen Medien - sehr praktisch dabei ist, dass alles funktioniert und keiner weiß warum. Ja, die Welt im Frühling ist wunderschön, Corona wär´ aber wirklich nicht nötig gewesen!

Brigitte Tauscher - LernCoach

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